Leben und leben lassen

Die Hartenecker Höhe bietet derzeit vielen Vögeln und Fledermausarten einen idealen Lebensraum. Davon sind fast die Hälfte streng geschützte Arten oder sogar Kandidaten der Roten Liste, die vom Aussterben bedroht sind. Das soll auch nach der Bebauung weitgehend so bleiben, da die Stadt Ludwigsburg nicht nur ein ausgewogenes Artenschutzkonzept für Fauna und Flora erarbeitet hat, sondern die Schutzmaßnahmen auf die zukünftigen Gebäude und sogar über die Hartenecker Höhe hinaus auf nahegelegene Ausweichflächen wie Obstwiesen, Felder, Wälder und Heckengebiete ausgedehnt hat. Im Areal selbst werden Baumschutzgebiete ausgewiesen oder Brutplatzangebote für verschiedene Vogelarten gemacht. So werden Einschnitte für Pflanzen und Tiere wie Mäusebussard, Sperber, Altholzkäfer oder Mittelspecht minimiert und eine außergewöhnliche naturnahe Wohnqualität für die zukünftigen Bewohner sichergestellt.

Blick für das Ganze

Erklärtes Ziel der Hartenecker Höhe ist es, modernes und komfortables Wohnen unter größtmöglicher Schonung der Natur als Ganzes zu erreichen – als Bewohner nicht Störfaktor, sondern Teil eines funktionierenden ökologischen Systems zu sein. So werden künftige Bauherren unterstützt, eine nachhaltige Wassernutzung beispielsweise über Zisternen zu betreiben und dazu angehalten, erneuerbare Energien bevorzugt zur Energieversorgung ihrer Gebäude heranzuziehen. Darüber hinaus wird auf die Verwendung wassergebundener Decken geachtet: die Flächenversiegelung wird so gemildert, da weiterhin Wasserversickerung stattfinden kann. Auch der weitgehende Erhalt der alten Bäume des Areals steht ganz oben auf der Liste der Planer, eine Ausdünnung wird nur dann vorgenommen, wenn das wegen zu hoher Dichte oder Herkunft und Alter der Bäume unumgänglich ist oder der Baum ohne Fremdeinwirkung bereits gefährdet war.

Klimaschutz fängt zu Hause an: Integrierte Versorgungsmodelle

Die Energieversorgung des 18 Hektar großen, zukünftigen Wohngebietes verpflichtet sich ganz klar ökologischen Vorzeichen: Eine solide Entwässerungsplanung für das Areal, die über ein autark geplantes Trennsystem mit eigenem Regenrückhaltebecken die Entwässerung der Nachbarviertel nicht belastet, ist bereits erarbeitet. Überlegungen des angewandten Klimaschutzes, eine zentrale Wärmeversorgung für den größten Teil des Wohngebiet einzurichten, bewegen sich ebenfalls auf die Umsetzungsreife zu.