Bewegte Vergangenheit – strahlende Zukunft

Zuerst war das Gelände der früheren Flakkaserne eine in sich geschlossene funktionelle Einheit vor den Toren Oßweils. Ohne Bezug zum Ort oder gar der Innenstadt Ludwigsburgs entstand 1936 auf Befehl des Militärs das Areal mit Exerzierplatz, Wachgebäude, Kasino und diversen Nebengebäuden. Bis 1945 war in der Flakkaserne das Flakregiment 25 der deutschen Wehrmacht stationiert. Nach Kriegsende diente das Gelände fünf Jahre als Internierungs- und Flüchtlingslager. Ab 1950 zogen die Amerikaner mit ihrem 4. Transportbataillon ein. Dieses blieb bis 1991, als mit dem Ende des Kalten Krieges die Präsenz amerikanischer Streitkräfte in Europa nicht mehr nötig war. Nach dem Golfkrieg kehrten die Einheiten dann gar nicht mehr nach Ludwigsburg, sondern wieder in die Heimat nach Übersee zurück. Das Areal lag anschließend lange Jahre bis auf wenige gewerbliche Zwischennutzungen brach, so dass sich die Natur ungestört zurückerobern konnte, was ihr genommen worden war. Besitzer des Geländes war bis Mai 2007 der Bund, bis die Stadt Ludwigsburg nach langwierigen Verhandlungen das Gelände erwerben konnte.

Weitere Bilder und ein Forum zur Flakkaserne finden Sie unter:
www.flak-kaserne-ludwigsburg.de (private Seite)

Erste Überlegungen zur zivilen Umnutzung 1990

Ein innerstädtisches Kleinod wie die Hartenecker Höhe braucht sorgfältige und gute Planung, um eine passende heutige Nutzung erarbeiten zu können. 1990 stellte die Stadt dazu erste Überlegungen an. 1993 schrieb sie dann einen städtebaulichen Wettbewerb aus, bei dem alle Potenziale des Areals beleuchtet, Möglichkeiten analysiert und für zukünftige Nutzungen übersetzt wurden. Aus der Verantwortung gegenüber späteren Bewohnern heraus sparte diese Nutzungsstudie auch Untersuchungen wie auf etwaige Verunreinigungen des Bodens durch die militärische Nutzung oder Asbestbelastung in einigen Gebäuden nicht aus. Seitdem ist viel Arbeit der Stadtverwaltung in die optimale, zukünftige Nutzung der Hartenecker Höhe geflossen, deren Ergebnisse sie zu einem der attraktivsten Wohngebiete der Region machen dürften. Durchgesetzt hat sich – auch durch die Einbeziehung von Arbeitsgruppen Ludwigsburger Bürger, die engagiert und kreativ an der Neugestaltung des Areals mitwirkten – die Nutzungsidee, eine attraktive Mischung aus Wohnen, Arbeiten, öffentlichem und privatem Raum zu schaffen, der viel Freiheit für Individualität lässt und trotzdem ein stimmiges Gesamtbild bietet.